Geschälter Spargel ist ja praktisch, aber was wird aus den Resten?

In den Supermärkten und Hofläden findet sich immer häufiger geschälter Spargel, so kann nach einem langen Arbeitstag das Gemüse ohne viele Umstände direkt im Kochtopf landen. Die Spargelschalen landen jedoch nicht im Abfall, ebenso wenig die Enden, wenn das Gemüse nochmal frisch angeschnitten wird. Wir liefern die Schalen an Suppen- und Gewürzhersteller und stellen so sicher, dass möglichst alles verzerrt wird.

Organische Düngung mit Kalivinasse

Sie haben Sie vielleicht schon gesehen, die großen Anhänger mit der Aufschrift „Kraft aus der Zuckerrübe“ und sich bestimmt gefragt, was das sein könnte – zumal auf dem Domstiftsgut gar keine Zuckerrüben wachsen? In den Tankwagen befindet sich Kalivinasse, das ist eingedickte, vergorene Zuckerrüben-Melasse, die wir zur organischen Düngung auf unseren Feldern ausbringen.

Die Melasse riecht leider etwas unangenehm, doch sie bietet viele Vorteile für den Boden, z.B. staubt es dadurch weniger auf den sandigen Böden Brandenburgs und auch die Wasserhaltekapazität – sie bestimmt wie lange Regenwasser im Boden gespeichert wird –  wird verbessert. Ein weiterer Vorteil der Melasse: In ihr sind viele Nährstoffe enthalten. Damit es nicht allzu lange nach „Maggi“ riecht, arbeiten wir den Dünger zu schnell wie möglich ein. Durch den Einsatz organischer Dünger, können wir auf einen Teil künstlicher, mineralischer Düngermittel verzichten. Das freut nicht nur uns, sondern auch das Klima. So gut versorgt können unsere Pflanzen Kraft für die nächste Ernte sammeln.

Nach der Ernte: Pflanzenschutz

Da der Spargel nur von Juni bis ca. Mitte September Zeit hat neue Kraft zu sammeln, müssen wir ihn möglichst gesund erhalten. Wir versuchen das Unkraut durch regelmäßige mechanische Bodenbearbeitung (Grubbern zwischen den Reihen) am Aufwachsen zu hindern. Das Spargelkraut schneiden wir zudem ab, wenn es verblüht ist und arbeiten es ein. Auf diese Weise können Pilze schlechter in das sogenannte Spargelrhizom gelangen und die Pflanze nicht so schnell im nächsten Jahr besiedeln. Außerdem achten wir darauf, in unseren Kulturen ein Umfeld zu erhalten, das Nützlinge nicht schädigt, sondern fördert. Unsere Nützlinge sind unter anderem Florfliegen, Spinnen und Marienkäfer.