Artenvielfalt: Fledermäuse

Vor ein paar Tagen haben wir morgens in den Schirmen vor dem Hofladen kleine Fledermäuse gefunden, sie waren genau so erschrocken wie wir und sind schnell davon geflatttert. Zeit also den kleinen ein richtiges Zuhause zu geben.

Gesagt getan, auf dem Domstiftsgut hängen zunächst fünf neue Fledermauskästen. Wir werden das ganze genau beobachten und weitere Kästen aufhängen, wenn sie gut angenommen werden.

Spargel: Handhacke in den Junganlagen

 

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In den Spargeljunganlagen muss noch vieles von Hand erledigt werden. Die kleinen Spargelpflanzen sind sehr empfindlich, chemische Pflanzenschutzmittel würden das junge Gewebe beschädigen. Daher erfolgt die gesamte Unkrautbekämpfung mechanisch – also mit Hacke und Handschuh. Damit sich die kleinen Pflanzen etablieren können, werden Sie anfänglich über Kopf und dann mit wassersparenden Tropfschläuchen beregnet. Nach ca. 3 Jahren hat der Spargel so tief gewurzelt, dass auch auf den trockenen, sandigen Böden keine Beregnung mehr notwendig ist.

 

Spargel: Perlen am Spargelkraut?

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Nach der Blüte im Spargel zeigen sich vereinzelt rötliche Perlen am Kraut, dies sind die Samen der weiblichen Spargelpflanze. Diese Samen bedeuten, dass der Spargel geblüht haben muss und eine Bestäubung durch Bienen oder andere Insekten stattgefunden hat.

Da wir wissen, dass einige Spargelsorten blühen und eine beliebte Nektarquelle darstellen, setzen wir keine Bienen gefährdenden Mittel im Spargel ein, dies ist natürlich auch von gesetzlicher Seite verboten.

Einige Vögel nehmen diese Spargelfrüchte gern zu sich, die Aussaat von Spargel in der näheren Umgebung findet nicht statt, da es sich um nicht fertile Hybridsorten handelt. Aber nur weil die Samen den Vögeln schmecken, ist es nicht ratsam sie selbst zu kosten –Für den Menschen sind die roten Perlen giftig, auch wenn sie schmackhaft aussehen.

Spargel nach der Ernte

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Der Spargel muss sich derzeit von den Strapazen der Ernte erholen. Damit es ihm gut geht, lockern wir laufend den Boden zwischen den Reihen. Durch diese Maßnahmen werden, ähnlich wie beim Hacken im Garten, bereits kleine Unkrautpflänzchen herausgezogen und trocknen ein – ganz ohne chemische Mittel. Der Spargel wächst dicht auf, sammelt Kraft für das nächste Jahr und bietet heimischen Wildtieren Deckung.

Es ist wichtig, dass der Spargel nun gesund bleibt, daher „bonitiert“ unser Team die Bestände. Das heißt, die Pflanzen werden genau angeschaut und es wird ermittelt, welche pilzlichen und tierischen Schädlinge bereits am Werk sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sofort eine Behandlung erfolgt. Zuerst wird abgewogen, ob die sogenannte „Schadschwelle“ erreicht wurde und wir etwas zur Gesunderhaltung unternehmen müssen. Auf dem Bild sehen Sie eine saftig grüne Altanlage.

Artenvielfalt: Honig aus Grabow

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Wie wir bereits berichtet haben, waren viele fleißige Helferinnen in der Blüte in den Heidelbeeren unterwegs. Bereits Anfang Juli konnten wir die ersten leckeren, blauen Früchtchen anbieten und seit einigen Tagen haben wir von den Imkern auch Heidelbeerhonig der neuen Saison im Hofladen.

Seit diesem Jahr stehen zusätzlich auch Bienenkästen heimischer Imker unter anderem in Grabow. Auch diesen leckeren Honig haben wir bereits beim Mitarbeiterfrühstück gekostet und sind uns einig, dass er klasse schmeckt. Nähere Informationen zu den Brandenburger Imkern bekommen Sie hier:

havelland-honig@online.de

Um die Bienen müssen Sie sich hierbei keine Sorgen machen, die Imker passen ganz genau auf, wie viel Honig sie entnehmen und wie viel die Bienen im Winter benötigen. Nach der Heidelbeere, Brombeere und Linde sind die fleißigen Bienchen übrigens weiter in den Raps und die Robinien gezogen.

Im Spätsommer wird es schon etwas schwieriger mit der Nektarbeschaffung, gut also, dass durch das Greening immer mehr Blühstreifen eine Nahrungsgrundlage bieten. Aber auch Sie können die Arbeit der Honigbiene in der Stadt oder auf dem Land durch einen blühenden Garten oder Balkonkasten etwas erleichtern. Wir leisten unseren Beitrag dazu in unserem Kräutergarten auf dem Gut und durch die wunderschön blühenden Wiesen rund um den Hof.

Lebensmittelverschwendung: Was passiert wenn Obst und Gemüse übrig bleibt?

Unsere leckeren Produkte werden leider manchmal nicht alle verkauft, doch die übrigen Erdbeeren, Heidelbeeren und Spargelstangen landen nicht etwa in der Tonne. Aus dem Obst machen wir Saft und Marmelade. Der Spargel wird geschält und zu leckeren Salaten verarbeitet. Natürlich beliefern wir auch nach wie vor unentgeltlich die Tafeln in unserer Region, damit alle etwas von den leckeren Produkten haben.

Produkte aus Erdbeeren 2

Geschälter Spargel ist ja praktisch, aber was wird aus den Resten?

In den Supermärkten und Hofläden findet sich immer häufiger geschälter Spargel, so kann nach einem langen Arbeitstag das Gemüse ohne viele Umstände direkt im Kochtopf landen. Die Spargelschalen landen jedoch nicht im Abfall, ebenso wenig die Enden, wenn das Gemüse nochmal frisch angeschnitten wird. Wir liefern die Schalen an Suppen- und Gewürzhersteller und stellen so sicher, dass möglichst alles verzerrt wird.

Organische Düngung mit Kalivinasse

Sie haben Sie vielleicht schon gesehen, die großen Anhänger mit der Aufschrift „Kraft aus der Zuckerrübe“ und sich bestimmt gefragt, was das sein könnte – zumal auf dem Domstiftsgut gar keine Zuckerrüben wachsen? In den Tankwagen befindet sich Kalivinasse, das ist eingedickte, vergorene Zuckerrüben-Melasse, die wir zur organischen Düngung auf unseren Feldern ausbringen.

 

Die Melasse riecht leider etwas unangenehm, doch sie bietet viele Vorteile für den Boden, z.B. staubt es dadurch weniger auf den sandigen Böden Brandenburgs und auch die Wasserhaltekapazität – sie bestimmt wie lange Regenwasser im Boden gespeichert wird –  wird verbessert. Ein weiterer Vorteil der Melasse: In ihr sind viele Nährstoffe enthalten. Damit es nicht allzu lange nach „Maggi“ riecht, arbeiten wir den Dünger zu schnell wie möglich ein. Durch den Einsatz organischer Dünger, können wir auf einen Teil künstlicher, mineralischer Düngermittel verzichten. Das freut nicht nur uns, sondern auch das Klima. So gut versorgt können unsere Pflanzen Kraft für die nächste Ernte sammeln.

Nach der Ernte: Pflanzenschutz

Da der Spargel nur von Juni bis ca. Mitte September Zeit hat neue Kraft zu sammeln, müssen wir ihn möglichst gesund erhalten. Wir versuchen das Unkraut durch regelmäßige mechanische Bodenbearbeitung (Grubbern zwischen den Reihen) am Aufwachsen zu hindern. Das Spargelkraut schneiden wir zudem ab, wenn es verblüht ist und arbeiten es ein. Auf diese Weise können Pilze schlechter in das sogenannte Spargelrhizom gelangen und die Pflanze nicht so schnell im nächsten Jahr besiedeln. Außerdem achten wir darauf, in unseren Kulturen ein Umfeld zu erhalten, das Nützlinge nicht schädigt, sondern fördert. Unsere Nützlinge sind unter anderem Florfliegen, Spinnen und Marienkäfer.

Spargelfolien über mehrere Jahre im Einsatz

Durch den Einsatz der Folie können wir den Erntebeginn nach vorne ziehen. Einige Bereiche sind bereits abgeerntet worden und wir haben ein Teil der Folie zwischen den Reihen abgelegt. Doch warum bleibt die Folie überhaupt draußen? Wir möchten während der gesamten Erntezeit einer Anlage (acht bis zehn Jahre) möglichst wenig Folie verwenden. Da die Felder unterschiedlich lang und breit sind, ist es notwendig, die Folien exakt der Reihe der Vorjahre zuzuordnen, denn Sie wurden passgenau zugeschnitten. Genau das stellen wir über die Falttechnik sicher.