Lebensmittelverschwendung: Was passiert wenn Obst und Gemüse übrig bleibt?

Unsere leckeren Produkte werden leider manchmal nicht alle verkauft, doch die übrigen Erdbeeren, Heidelbeeren und Spargelstangen landen nicht etwa in der Tonne. Aus dem Obst machen wir Saft und Marmelade. Der Spargel wird geschält und zu leckeren Salaten verarbeitet. Natürlich beliefern wir auch nach wie vor unentgeltlich die Tafeln in unserer Region, damit alle etwas von den leckeren Produkten haben.

Produkte aus Erdbeeren 2

Geschälter Spargel ist ja praktisch, aber was wird aus den Resten?

In den Supermärkten und Hofläden findet sich immer häufiger geschälter Spargel, so kann nach einem langen Arbeitstag das Gemüse ohne viele Umstände direkt im Kochtopf landen. Die Spargelschalen landen jedoch nicht im Abfall, ebenso wenig die Enden, wenn das Gemüse nochmal frisch angeschnitten wird. Wir liefern die Schalen an Suppen- und Gewürzhersteller und stellen so sicher, dass möglichst alles verzerrt wird.

Organische Düngung mit Kalivinasse

Sie haben Sie vielleicht schon gesehen, die großen Anhänger mit der Aufschrift „Kraft aus der Zuckerrübe“ und sich bestimmt gefragt, was das sein könnte – zumal auf dem Domstiftsgut gar keine Zuckerrüben wachsen? In den Tankwagen befindet sich Kalivinasse, das ist eingedickte, vergorene Zuckerrüben-Melasse, die wir zur organischen Düngung auf unseren Feldern ausbringen.

 

Die Melasse riecht leider etwas unangenehm, doch sie bietet viele Vorteile für den Boden, z.B. staubt es dadurch weniger auf den sandigen Böden Brandenburgs und auch die Wasserhaltekapazität – sie bestimmt wie lange Regenwasser im Boden gespeichert wird –  wird verbessert. Ein weiterer Vorteil der Melasse: In ihr sind viele Nährstoffe enthalten. Damit es nicht allzu lange nach „Maggi“ riecht, arbeiten wir den Dünger zu schnell wie möglich ein. Durch den Einsatz organischer Dünger, können wir auf einen Teil künstlicher, mineralischer Düngermittel verzichten. Das freut nicht nur uns, sondern auch das Klima. So gut versorgt können unsere Pflanzen Kraft für die nächste Ernte sammeln.

Nach der Ernte: Pflanzenschutz

Da der Spargel nur von Juni bis ca. Mitte September Zeit hat neue Kraft zu sammeln, müssen wir ihn möglichst gesund erhalten. Wir versuchen das Unkraut durch regelmäßige mechanische Bodenbearbeitung (Grubbern zwischen den Reihen) am Aufwachsen zu hindern. Das Spargelkraut schneiden wir zudem ab, wenn es verblüht ist und arbeiten es ein. Auf diese Weise können Pilze schlechter in das sogenannte Spargelrhizom gelangen und die Pflanze nicht so schnell im nächsten Jahr besiedeln. Außerdem achten wir darauf, in unseren Kulturen ein Umfeld zu erhalten, das Nützlinge nicht schädigt, sondern fördert. Unsere Nützlinge sind unter anderem Florfliegen, Spinnen und Marienkäfer.

Spargelfolien über mehrere Jahre im Einsatz

Durch den Einsatz der Folie können wir den Erntebeginn nach vorne ziehen. Einige Bereiche sind bereits abgeerntet worden und wir haben ein Teil der Folie zwischen den Reihen abgelegt. Doch warum bleibt die Folie überhaupt draußen? Wir möchten während der gesamten Erntezeit einer Anlage (acht bis zehn Jahre) möglichst wenig Folie verwenden. Da die Felder unterschiedlich lang und breit sind, ist es notwendig, die Folien exakt der Reihe der Vorjahre zuzuordnen, denn Sie wurden passgenau zugeschnitten. Genau das stellen wir über die Falttechnik sicher.

Spargel-Ausstellung und Hofführungen in Mötzow

Unsere Hofführungen in Mötzow sind bereits eine Institution in der Region. In diesem Jahr haben wir uns für unsere Besucher etwas Neues überlegt. In unserem Atelier haben wir eine kleine Ausstellung eingerichtet, die über alles Wissenswerte zum Thema Spargel, Mairübchen und Heidelbeeren informiert. Die Geschichte unseres Gutshauses kommt dabei auch nicht zu kurz. Weitere Informationen und Anmeldung unter 033836/ 2080 oder service@domspargel.de für Buchungen.

Spargel-Jungpflanzen werden gesetzt

Seit Mitte Mai pflanzen wir wieder Spargeljungpflanzen. Die kleinen Pflänzchen werden im Gewächshaus vorgezogen und von Hand in unsere Pflanzmaschine eingelegt. Damit die sie gut anwachsen, erfolgt eine Überkopfberegnung. In den nächsten zwei Jahren haben die Pflänzchen Zeit Kraft zu sammeln, bevor Sie erstmals geerntet werden können.

 

In Lagen mit starker Winderosion nehmen wir Zwischensaaten mit Sommergerste vor. Den Boden versuchen wir vor allem durch eine regelmäßige mechanische Bodenbearbeitung – mit dem sog. Grubber– unkrautfrei zu halten. Die Ungräser führen sonst zu einer hohen Nährstoffkonkurrenz und wir müssten mehr Düngen. Dass die Junganlagen zwei Jahre unberührt bleiben, zieht übrigens Feldhasen an, die hier relativ oft zu beobachten sind.

Bienenstöcke für mehr Biodiversität

In unseren Heidelbeerfeldern und an den Robinienwäldern im Havelland haben wir gemeinsam mit Imkern aus der Region mehrere Bienenstöcke aufgestellt, mehr als 35 Bienenvölker sind mittlerweile dort angesiedelt.

Ernte auf Hochtouren

Seit vier Wochen bereits ist Brandenburger Spargel in aller Munde – dank unserer Erntehelfer, die im Havelland bereits seit April bei der Arbeit sind. Rund 1500 Tonnen Spargel höchster Qualität konnten seit Saisonbeginn geerntet werden.